Ranzenpost 16: Stadt Land Kunst

Liebe Eltern, Ehemalige und Freunde unserer Schule,

auch im Werkunterricht geht es online weiter! Aktuell steht in den Klassen 7 und 8 eine gemeinsame Aufgabe an: „Stadt-Land-Kunst“. 

Die Aufgabe ist inspiriert von der „Land Art“. Das ist eine Bewegung in der Kunstgeschichte, die in den späten 60er Jahren neben der „Minimal Art“ in den USA entstand. In ihr werden keine Kunstwerke in der Landschaft positioniert, sondern die Landschaft wird als Teil des Kunstwerks behandelt und entsprechend geformt. Das kann man sich so vorstellen, dass das örtlich vorkommende Material, wie Erde oder Steine für die Herstellung eines Kunstwerkes verwendet werden. Dieses kann kleine oder aber auch riesige Formate annehmen.

Angelehnt an die „Land Art“ entstanden weitere naturverbundene Strömungen in der Kunst, wie zum Beispiel die „Environmental Art“, in der Gesichtspunkte der Ökologie und Naturverbundenheit Wichtigkeit erlangten.

Wir Werklehrer haben diese vielen künstlerischen Aspekte zum Anlass für eine phantasiereiche Erkundung unserer Umwelt genommen.
In Zeiten übermäßiger Bildschirm- und Schreibtischarbeit ist die Bewegung an der frischen Luft eine Wohltat. Gesund und kreativ gehen unsere Schülerinnen und Schüler an die Arbeit. Dort nutzen sie das, was sie vorfinden: Sie gehen in Parks, in den Wald oder andere natürliche und halb urbane Räume, in denen die Natur sich bemerkbar macht.


Mit Schnee, Steinen, Sand und Erde, aber auch mit Rinden- und Holzstückchen, Zweigen, Blättern, Moos, oder Beeren und Samen gestalten die Kinder vor Ort ihre Bilder und Plastiken bzw. Collagen und Assemblagen in der Landschaft.
Fußabdrücke aus Moos oder Ornamente verzieren den Wegesrand. Tiere werden zu Motiven in einem Stillleben. Fabelwesen entstehen aus dem Schnee und geben uns einen neuen Impuls im Alltag.
Individuell gehen die Schülerinnen und Schüler mit den Orten um. Manche ihrer kreativen Eingriffe betten sich in die vorhandene Umgebung wie scheinbar gewohnt ein, manche fügen auffällig und unverwechselbar etwas hinzu.
Doch so schön die Werke unserer Schülerinnen und Schüler sind, so vergänglich sind sie auch und bleiben vor Ort nicht unbedingt lange stehen.

Deswegen ist es uns eine Freude, diese ungewöhnlichen und zauberhaften Momente mit schönen Fotografien HIER auf unserer Website präsentieren zu dürfen und ein Stück weit der Vergänglichkeit zu entziehen.
In der Entdeckung liegt unsere Freude, die wir gerne mit Ihnen und euch allen teilen wollen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und unseren Schülerinnen und Schülern weiterhin alles Gute und freuen uns sehr darauf, die Begeisterung künftig wieder persönlich teilen zu können!

Herzlich grüßt
für die Werklehrer
Benjamin Gräbner