Die 7B radelt durch die Niederlande

von Schüler, Ute

Noch radeln sie, aber am morgigen Samstag kehren die Schüler der 7B von ihrer fast zweiwöchigen Klassenreise zurück, erschöpft aber glücklich, wie die bisher zu uns durchgedrungenen Nachrichten vermuten lassen. Denn eine Erholungsreise ist das Unternehmen nicht, das Geert de Vries seiner Klasse da verordnet hat: in Tagesetappen von bis zu 65 km ist die Gruppe in der ersten Woche von Emmerich am Rhein bis nach Amsterdam geradelt. Zusätzlich auf dem Programm standen der tägliche Auf- und Abbau des Zeltlagers inklusive mobiler Küche, spontane Bewegungsspiele, sowie Herrn de Vries` Erläuterungen zu seiner Heimat. Selbst am einzigen Regentag ließ es sich ein hartgesottenes Grüppchen von sechs Schülern und einer Schülerin nicht nehmen, die längste Etappe auf dem Fahrrad zurückzulegen und nicht mit Herrn de Vries und dem Rest der Klasse bequem per Bus und Bahn weiterzureisen. Nach zwei Tagen Besichtigungstour durch Amsterdam, in denen mehr Kilometer zu Fuß und per Grachtenboot zurückgelegt wurden, ging es wiederum mit dem Fahrrad weiter in den kleinen Küstenort Bergen. Von einem festen Feldlager aus verbrachte die Klasse die zweite Woche dort mit Ausflügen in die Umgebung, vor allem ans Meer. Stolz auf sich durften die Schülerinnen und Schüler der 7B allerdings schon vor dem Start der Reise sein. Denn genauso wenig, wie sie sich für die Klassenfahrt einfach in einem Bus zur Jugendherberge fahren lassen durften, so hatte Herr de Vries auch für die Finanzierung des Projektes seine Zöglinge gefordert: die Hälfte der erforderlichen Summe sollten die Jugendlichen selber verdienen. Gelungen ist dies bravourös mit verschiedenen Aktionen von der Straßenmusik über ein gut besuchtes Nachbarschaftscafé und einen Sockenverkauf und vor allem einem Projekt über die Crowdfunding-Plattform der BW-Bank. Rund fünftausend Euro an Spenden konnten dort eingespielt werden. Mit originellen Prämien vom Klassenkonzert über die Postkarte aus Holland bis zum getanzten Namen war für jeden Geldbeutel etwas dabei und die Aktion schaffte es als „Vorzeige-Projekt“ zeitweise sogar auf die Startseite der BW-Bank. Morgen sind sie dann also zurück und die Rückkehr in den Alltag wird nach dieser intensiven Zeit gar nicht so ganz einfach sein. Die unglaublich wertvollen Erfahrungen dieser Reise werden aber für immer Bestandteil jedes einzelnen Teilnehmers sein!

Renate Leonhäuser
(Mutter aus der 7B)

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