Abitur Bildende Kunst 2011

Kunstabi mit Schwerpunktthema Max Ernst und Louise Bourgeois

Sie kennen das bestimmt aus Ihrer Kindheit: Man kleckst mit viel Farbe auf ein Papier. Dann wird das Papier zusammengefaltet und schon entsteht ein interessantes Gebilde. Klingt erstmal einfach. Aber das Gebilde in einen surrealistischen Dialog zu bringen, klingt schon anspruchsvoller. „Phantastische Wesen begegnen sich in einer imaginativen Gegend“ so lautete eine der beiden Wahl-Aufgaben für die rund 30 Abiturienten im Fach Kunst.
Kunstlehrerin Caroline Krebietke ist immer wieder beeindruckt vom Einfallsreichtum ihrer Schüler: „Wichtig war, dass eine Interaktion zwischen der Umgebung und den Wesen bestand. Während die einen die Räumlichkeit dafür benutzen, bauten die anderen durch Farbgebungen eine Dramatik auf.“ Ein Oberstufenschüler löste die Aufgabe indem er Holz- und Drahtteile in eine Weltraumansicht einarbeitete. Doch auch die Arbeiten der Schüler, die sich für den „Torso Feminin“ entschieden haben, sind beeindruckend. „Die Schüler haben keine Scheu sich mit einem abstrahierten, weiblichen Körper auseinanderzusetzen.“ So erreichten die Oberstufenschüler einen Notendurchschnitt von 11 Punkten. Für Caroline Krebietke ist das nicht selbstverständlich. „Der Druck, der auf den Schülern lastet ist groß. Im Gegensatz zu den Gymnasiasten, die 70 Prozent des Ergebnisses in Klasse 12 und 13 ansammeln, müssen sie an diesem Tag 100 Prozent bringen.“ Das kann für einige ein Glück sein, für andere sich aber auch problematisch darstellen. Wer Fragen zur Biologiearbeit oder Mathearbeit nicht ausreichend beantwortet, weiß relativ schnell wo er steht. Die Bewertungen der Prüfer im Fach Kunst sind oft für die Jugendlichen schwerer nachvollziehbar. Deshalb gibt Caroline Krebietke den Schülern folgenden Rat: „Ich empfehle jedem sich genau zu überlegen, ob er sich für das Fach Kunst im Abitur entscheidet.“